Zeitumstellung

Uhr

Am 29. Oktober 2017 gibt es eine Stunde geschenkt, denn die Uhr wird nachts um 3:00 Uhr auf 2:00 Uhr, und damit von Sommerzeit auf Winterzeit zurückgestellt. Ab diesem Zeitpunkt herrscht wieder die Normalzeit, die nur umgangssprachlich als Winterzeit genannt wird. Mit dieser Zeitumstellung ist die Nacht entsprechend eine Stunde länger - Langschläfer finden zumindest für diese Nacht mehr Zeit zum Träumen. Die Zeitumstellung zurück zur Normalzeit findet jedes Jahr am letzten Sonntag im Oktober statt. Ab dieser Zeitumstellung gilt für die kommenden fünf Monate die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) und es wird morgens früher hell und bereits nachmittags dunkel.

Um sich die Regeln für die Zeitumstellung besser merken zu können, gibt es verschiedene Merksprüche oder Eselsbrücken. Dazu zählt unter anderem, dass die Zeit immer "zum Sommer hin" umgestellt wird. Wird das Jahr also auf einem Zeitstrahl betrachtet, liegt der Sommer rechts vom Frühling und links vom Herbst. Zu Beginn der Sommerzeit wird also im Uhrzeigersinn zum Sommer hin eine Stunde dazu addiert (wodurch eine Stunde "verloren" geht) und zum Beginn der Winterzeit wird eine Stunde abgezogen (nach links gedreht), weshalb eine Stunde dazu gewonnen wird. In englischsprachingen Ländern gibt es für die Zeitumstellung die Merkregel "spring forward, fall back", was zweideutig ist und "spring vor, falle zurück" oder eben "im Frühling vorwärts, im Herbst zurück" bedeutet.

Auf den menschlichen Biorhythmus hat die Zeitumstellung vermutlich negative Auswirkungen. Sobald die Zeit auf die Normalzeit zurückgestellt wird, erhöht sich beispielsweise das Unfallrisiko. Dies ist unter anderem die Folge des kleinen Jetlags den man bekommt, also der Umstellung des menschlichen Biorhythmus' auf die neue Zeit. Üblicherweise benötigt der Mensch rund eine Woche, um sich an die neue Zeit zu gewöhnen. Erschwerend kommt hinzu, dass es in Folge der Zeitumstellung auf Winterzeit auch früher dunkel wird und nun plötzlich Fahrten im Dunkeln anstehen können, die einen Tag zuvor noch im Hellen möglich waren. Vor allem Menschen mit Schlafstörungen oder organischen Erkrankungen leiden unter der Zeitumstellung.

Die Zeitumstellung von Normalzeit auf Sommerzeit wurde in Deutschland 1980 eingeführt. Die Gründe dafür waren unter anderem die Anpassung an die Nachbarländer sowie die verbesserte Nutzung des Tageslichts zur Einsparung von Energie. Dass die DDR und die Bundesrepublik Deutschland sich gleichzeitig für die Einführung der Sommerzeit entschieden, diente der Harmonisierung beider Staaten. Erst 1996 wurde die Sommerzeit in Deutschland um einen Monat verlängert, was einer Vereinheitlichung der Zeitzonen in der Europäischen Union diente. Die Zeitumstellung auf Normalzeit und auf Sommerzeit ist durch Gesetze und Verordnungen geregelt.

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